4-7-8 Atmung – Ein Trick zur Stressreduktion

Ihr kennt das bestimmt, ihr seid auf dem Weg zur Arbeit und geratet in einen Stau. Natürlich müssen gerade morgens um acht Uhr auch alle anderen Menschen zur Arbeit oder woanders hin 😉. Ihr kennt das bestimmt, ihr seid auf dem Weg zur Arbeit und geratet in einen Stau. Natürlich müssen gerade morgens um acht Uhr auch alle anderen Menschen zur Arbeit oder woanders hin 😉. Oder ihr seid auf dem Weg zu einem Termin, oder treffen. Das ihr wohl möglich verpasst.
Du bist dann total im Streß, weil du zu spät kommst. Das Kopfkino geht los:
– Zu spät = Ärger mit dem Chef- Termin verpasst- Du bekommst nicht das geschafft, was du dir vorgenommen hast- Alle warten jetzt auf dich
Das Gefühl kennt bestimmt jeder und das Stresslevel steigt dann mehr oder weniger stark.Der Körper reagiert dann aber auch physisch. Die Atmung wird flacher, bei Stress befindet man sich also in einem Stadium der milden Hypoxie. Dadurch lagert der Körper auch Kohlenstoffdioxid im Gewebe ab, das führt dann zu oxidativem Stress, der Begünstigung von Entzündungen und Übersäuerung des Körpers. 
Es ist dann schwer klar zu denken, wenn man nicht genug Sauerstoff bekommt.
Hier kann die 4-7-8 Atmung helfen. Also mir zumindest hat es viel gebracht. 

Wie mache ich das mit der Atmung?

Das ganze ist sehr einfach und kann überall gemacht werden. 
Also, am besten sitzt oder stehst du aufrecht und legst die Zungenspitze leicht an den Gaumen, an die Stelle an der du das Gaumenband spürst. Dann atmest du erstmal aus, durch den Mund. Schließ den Mund und atme durch die Nase ein, vier Sekunden lang. 
1..2..3..4
Dann halte den Atem 7 Sekunden an. 
1..2..3..4..5..6..7
Nun öffne den Mund leicht und atme acht Sekunden aus, durch den Mund. Die Zunge bleibt am Gaumen. 
1..2..3..4..5..6..7..8
Das ganze mach am besten 3-4 Mal hintereinander. 
Das wars schon!

Was bewirkt die Atmung?

Zum einen wirst du ruhiger. Das ganze soll auch gut zum Einschlafen helfen. Das habe ich aber noch nicht probiert. Medizinisch passiert das Folgende. Durch das lange einatmen nimmt der Körper mehr Sauerstoff auf. Dieser gelangt durch das lange Luft anhalten besser ins Blut. Weiterhin wird durch das lange ausatmen mehr Kohlenstoffdioxid ausgeatmet. Das der Körper im Gewebe gesammelt hat. 

Wann kann ich diese Technik einsetzen ?

  • Zum Einschlafen- Am Morgen für einen entspannten Tag- In Stresssituationen – Vor Prüfungen – Bei Flugangst Der Podcast „MEDITATION, COACHING & LIFE“ von Michael Kurth aka Curse hat mich auf das Thema aufmerksam gemacht.

Why worry? – Epiktet Handbüchlein der Moral

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun schon mehr order weniger intensiv mit der Stoa. Vor allem mit der Ethik, die in der Stoa vermittelt wird.

Gerade habe ich angefangen das Handbüchlein der Moral von Epiktet zu lesen. Das ganze ist kostenlos beim Projekt Gutenberg verfügbar.

Epiktet war ein griechischer Philosoph der späten Stoa, der im Jahr 138 gestorben ist. Er kam als Sklave nach Rom und lernte Philosophie dort um später eine eigene Schule zu eröffnen.
Epiktet beschäftigt sich vor allem mit “Orientierung in Grundfragen des Handelns und der Lebensführung”.

Direkt im ersten Kapitel ist mir etwas aufgefallen, das mir schon häufiger begegnet ist, aber das ich noch nicht richtig umsetzen kann.

“Einige Dinge stehen in unserer Macht, andere hingegen nicht. In unserer Macht sind Urteil, Bestrebung, Begier und Abneigung, mit einem Wort alles das, was Produkt unseres Willens ist. Nicht in unserer Macht sind unser Leib, Besitz, Ehre, Amt, und alles was nicht unser Werk ist. Was in unserer Macht ist, ist seiner Natur gemäß frei, kann nicht verboten oder verhindert werden; was aber nicht in unserer Macht steht, ist knechtisch, kann verwehrt werden, gehört einem anderen zu.”

Weiter unten steht dann:

“Bemühe dich daher, jedem unangenehmen Gedanken damit zu begegnen, dass du sagst: »Du bist nicht das, was du zu sein scheinst (etwas Reelles), sondern bloß ein Gedankending (eine Einbildung).« Alsdann prüfe nach den von dir angenommenen Grundregeln, besonders nach der ersten, ob es zu den in unserer Macht stehenden Dingen gehöre oder nicht. “gehöre oder nicht. Gehört es zu den nicht in unserer Macht stehenden, so halte dies Wort bereit: »Es berührt mich nicht.”

In meinen Worten: Wenn du ein Problem hast, stell dir eine Frage…

Kann ich etwas dagegen tun?

Wenn du die Frag mit Ja beantwortest, dann solltest du aktiv etwas ändern. Bekommst du Nein als Antwort, dann sollte das Problem dich nicht berühren, du kannst es sowieso nicht ändern.

Gaur Gopal fasst das Ganze auch sehr gut zusammen.